U+00045
E

Der Buchstabe E

hat in deutschen

Texten eine durch-

schnittliche Häu-

figkeit von 17,4

Prozent.

Damit ist er der

häufigste Buch-

stabe in deutschen

Texten.

Letzteres gilt

auch für viele

andere lateinische

Schrift Texte.


Seinen Ursprung hat das E ca. 1700 v.Chr. als es in der sehr bildhaften protosinaitischen Schrift einen stehenden Menschen darstellte. Mit der phönizischen Schrift wurde das Symbol stark abstrahiert. Das damals sogenannte »He« mit dem Lautwert [h] ähnelte dabei dem heutigen E um 170 Grad gedreht mit verlängerter Grundlinie. Die Griechen übernahmen das »He« als Epsilon. Da die griechische Sprache allerdings sehr vokalreich war und nur mit Zeichen für Konsonanten geschrieben eine große Mehrdeutigkeit mit sich zog, wurde dem Epsilon ein neuer Lautwert [e] zugeordnet. Anfangs noch nach links orientiert, wurde der Buchstabe mit dem Wechsel der Schreibrichtung auf links nach rechts gespiegelt. Von dort an wurde das Aussehen und der Klang weitergehend von den Etruskern und Römern übernommen. Letztere passten das Aussehen noch an das Griechische an.

Rhoda Herold