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f

Bis das f zum f wurde musste es einige Wege gehen. Der erste führt uns in die protosinaitische Schrift, in welcher das f einer Art Keule oder einem Haken ähnelte. Im Phönizischen allerdings führt es uns zu einem abgerundeten y und nennt sich »Waw«, was den Lautwert eines w’s hat.

Auch auf dem Pfad des frühen griechischen Alphabets steht es eigentlich für den Konsonanten »w«, wird hier aber »Digamma« genannt (doppeltes Gamma) aufgrund seiner Ähnlichkeit mit zwei verschmolzenen Gammazeichen. Letztendlich kam das Digamma allerdings 500 n.chr. außer Gebrauch und man fokussierte sich auf das »Phi«, aus welchem sich dann auch der uns bekannte Lautwert entwickelte.

Nebenbei nahmen die EtruskerInnen die Entstehung des f in die eigenen Hände und bedienten sich dem abgelegten Digamma der GriechInnen. Da sie den Lautwert des »Digamma-f’s« schon kannten, teilten sie ihm einfach einen neuen Buchstaben zu und gaben ihm eine Gestalt, die dem heutigen f sehr unähnlich ist. Durchsetzten konnte sich ihr f aber leider nicht.

Rein optisch ist es nämlich am nachvollziehbarsten, dass sich die heutige Form des f’s aus dem Digamma der GriechInnen entwickelte.

Emily Grawitter