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In der Schule schon war ich nie ein großer Fan von Mathe, schlug mich mit meiner Matheschwäche irgendwie durch das Zahlengestrüpp und entwickelte eine Hassliebe zu sämtlichen Formeln und Gesetzen der Mathematik. Ich konzentrierte mich lieber auf die Ästhetik meiner Arbeitshefte und Mitschriften. Während mir Wurzelgesetzte den Kopf zerbrachen, machte es umso mehr Spaß, die Zeichen ordentlich aufzuschreiben und auf die Kästchen genau abzubilden.

Als ich mich nun mit dem Wurzelzeichen auseinandersetzte, hoffte ich bloß keinen Rechnungen oder komplizierten Herleitungen zu begegnen. Ich hatte Glück.

Erstmals wurde die Wurzel 1525 von dem Mathematiker Christoph Rudolff angewendet.

Der Begriff »Wurzel« kommt aus dem Lateinischen »radix«, was tatsächlich etwas mit Radieschen zu tun hat, welche ja Wurzelgewächse sind. Dieses Wurzelgewächs ist eine schöne Metapher für das Wurzelziehen, dem sogenannten »Radizieren«. Eine Zahl wächst und wächst und indem man ihre Wurzel zieht, sie erntet, gelangt man zu ihrem Ursprung (wenn man sich nicht verrechnet). Ihre Form hat die Wurzel von dem kleinen »r« in »radix«, was noch etwas zu erkennen ist.

Leider kommt man nicht komplett drumherum ein wenig in den mathematischen Hintergrund der Wurzel einzutauchen. Es ist gut zu wissen, dass es zwei geläufige Arten der Wurzel gibt. Dies sind die Quadratwurzel und die Kubikwurzel.

Die Quadratwurzel hat keinen sichtbaren Exponenten, sie ist immer die 2. Wurzel ( √x ).

Die Kubikwurzel besitzt einen sichtbaren Exponenten, sie ist immer die 3. Wurzel ( 3√x ).

Es ist außerdem hilfreich zu wissen, was eine Potenz ist um mit der Wurzel zu arbeiten. Potenzen sind Hochzahlen, die die Multiplikation von gleichen Zahlen abkürzen. Man kann also sagen, dass das Wurzelziehen die Umkehrung des Potenzierens ist.

Da die Verantwortung und das Risiko mathematische Probleme zu lösen mir einfach zu hoch ist, sollten wir es an diesem Punkt dabei belassen.

Emily Grawitter