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Einen geschichtlichen Hintergrund zu dem »Pfeil nach links und rechts mit Längsstrich« lässt sich kaum erörtern, es mangelt schlichtweg an Quellen. Im Unicode-Katalog wird jenes Zeichen lediglich als »Pfeil« kategorisiert, welcher primär mathematisch genutzt würde. Eine weitere Quelle schreibt ihm sogar eine Teilbeziehung zu, doch weder verifizierende noch falsifizierende Informationen lassen sich hierzu finden. Jedoch wäre es falsch an dieser Stelle zu behaupten, es gäbe darüber nichts mehr zu schreiben.

Denn Symbolcharakter hat jener »doppelte« Pfeil mit der zentrierten, senkrechten Geraden dann, wenn er als Schweizerkreuz mit zwei Pfeil- bzw. Fahrtrichtungen gelesen wird. Ebendies beinhaltet das Signet der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). 1972 von Hans Hartmann gestaltet und zehn Jahre später von Josef Müller-Brockmann und Uli Huber optimiert, prägt es seit jeher das Erscheinungsbild der SBB maßgeblich.

2019 widmete das Zürcher Museum für Gestaltung dem Eisenbahnunternehmen sogar eine komplette Ausstellung unter dem Namen »SBB CFF FSS« - eine Hommage an das weltweit meistbefahrene Schienennetz und seine herausragende schweizer Designgeschichte. Das Austellungsplakat: »Der Pfeil nach links und rechts mit Längsstrich«.

Coco Lobinger