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Nicht nur steht der Widder in der Astrologie für Direktheit und feurige Energie, sondern er wird auch als Neuanfang begriffen. Ein Neuanfang, der mit der Sommersonnenwende vor 2500 Jahren einher ging.

Zu Zeiten der Babylonier, die sich sowohl mit der Beobachtung als auch der Deutung der Gestirne beschäftigten, wurde der Nachthimmel in zwölf gleich große Teile eingeteilt; jene kennen wir heute als Monate. In jedem Monat stand ein anderes Sternbild am Himmelszelt.

Lange Zeit gingen die beiden Disziplinen - Astronomie und Astrologie - Hand in Hand, bis das Christentum im 17. Jahrhundert sie als heidnische Überbleibsel abtat und die Astrologie (Deutung kosmischer Vorgänge und deren Bezug auf irdische Ereignisse) von der Astronomie (mathematische Erfassung des Weltalls) streng getrennt wurde.

Durch die Präzession der Erdachse hat sich seit den Babyloniern jedoch einiges geändert und das Sternbild welches wir heute im März/April beobachten können, ist nicht mehr der Widder, sondern sind die Fische. Was blieb sind die Sternzeichen, welche die Grundlage für die Individualastrologie bilden. Letztere ist die heutzutage verbreitetste Art der Astrologie und sie stellt das Geburtshoroskop in den Fokus jeder Persönlichkeitsanalyse und Lebenswegvorhersage.

Carmen Draxler