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Das »Koomuut« stammt aus der Khmer-Schrift, welche mit den indischen Schriften verwandt ist. Khmer-Schrift und -Sprache haben, ebenso wie die Kultur der Khmer, zahlreiche Entwicklungen durchgemacht. Heute ist sie die Amtssprache von Kambodscha. Mit 15,5 Millionen EinwohnerInnen bildet das Volk der Khmer 97 % der kambodschanischen Bevölkerung ab und sind somit die größte Ethnie Kambodschas. Es gibt circa 14 Millionen Muttersprachler und zwei Millionen Menschen, die es als Zweitsprache sprechen.

Khmer ist eine der ersten schriftlich bekannten Sprachen der austroasiatischen Sprachfamilie. Die frühesten bekannten schriftlichen Dokumente der Khmer-Kultur stammen aus dem sechsten bis siebten Jahrhundert nach Christus.

Das Khmer-Alphabet hat 35 Konsonantenbuchstaben, von denen heute allerdings nur noch 28 gebräuchlich sind. Die Verwandtschaft zum Indischen zeigt sich darin, dass für Abfolgen mehrerer Konsonanten spezielle Formen der Konsonantenbuchstaben verwendet werden, die »Cheung âksâr« (»Buchstabenfüße«).

Andere Vokale können durch zusätzliche Schriftzeichen oder diakritische Zeichen rundherum um einen Konsonanten angebracht werden.

Das »Koomuut« ist ein Satzzeichen, welche das Ende eines Buches oder einer Abhandlung andeutet. In abgewandelten Versionen ist es ein beliebtes Tattoomotiv für westliche Touristen.

Carla Baumeister